Dokumentation Gütesiegel "Startklar für den Beruf" 2023/2024
Vorwort
Die Marienschule ist eine Oberschule in kirchlicher Trägerschaft. Die Schulträgerschaft obliegt der Stiftung St. Benedikt des Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta. Der Schulstandort befindet sich an der Straße Wallgärten 20 in Cloppenburg.
Als katholische Schule berufen wir uns auf das Bischöfliche Schulgesetz, das zur Erfüllung unserer Erziehungs- und Bildungsaufgaben im Geiste des Christentums und nach der Lehre der Kirche Leitlinie und Hilfe sein soll. In Übereinstimmung mit diesem Schulgesetz sind wir „ein Angebot an Eltern, die für ihre Kinder eine im katholischen Glauben wurzelnde, am christlichen Menschenbild orientierte Bildung und Erziehung in Wahrnehmung ihrer Elternrechte bejahen und wünschen“ (Bischöfliches Schulgesetz §1.1).
Eine umfassende religiöse Erziehung be-stimmt als Prinzip den Unterricht mit und prägt das Schulleben. Der Religionsunterricht ist Pflichtfach und hat eine zentrale Stellung.
Die Schule ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule im Sinne des Art. 7 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland und ist öffentlichen Schulen gleichwertig. Sie erteilt Zeugnisse, die dieselben Berechtigungen verleihen wie die der öffentlichen Schulen (Bischöfliches Schulgesetz § 2.1).
Leitgedanke bei der Abfassung dieses Schulprogramms ist es, die Bildungs- und Erziehungsarbeit zu strukturieren und eine vergleichbare, verbindliche Arbeitsgrundlage zu schaffen. Daran können sich alle am Schulleben Beteiligten orientieren und das gemeinsam Beschlossene verwirklichen.
Besonders wichtig ist uns an der Marienschule, die berufliche Orientierung unserer Schülerinnen und Schüler. Das Feld möglicher weiterführender Schulformen oder die Anzahl an potenziellen Ausbildungsberufen stellt Schülerinnen und Schüler vor eine große Herausforderung. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, sie darin so gut es uns möglich ist, zu unterstützen, um so einen erfolgreichen Übergang ins Berufsleben gewährleisten zu können.
Eine zusätzliche Unterstützung im Bereich der Berufsorientierung stellt die fortschreitende Digitalisierung dar. Die Digitalisierung durchzieht nahezu alle Lebensbereiche. Daraus ergibt sich für unsere Schule die Notwendigkeit, unsere Schülerinnen und Schüler auf diesen Prozess vorzubereiten. Gleichzeitig profitieren sie bereits jetzt durch die Ausstattung unserer Klassenräume mit Smartboards und den schuleigenen iPads davon, neue Möglichkeiten der digitalen Berufsorientierung erproben zu können.
Gründe für eine systematische und kontinuierliche Berufsorientierung in der Oberschule
Laut Erlass „Die Arbeit in der Oberschule“ vom 7.7.2011, gültig ab 1.08.2010, soll die Oberschule u. a. eine allgemeine Orientierung auf die Berufs- und Arbeitswelt vermitteln.
Die Oberschule bietet einen berufspraktischen Schwerpunkt mit Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsbildung mit Kooperationspartnern wie berufsbildenden Schulen, der Berufsberatung der Arbeitsagentur, den Kammern, insbesondere ausbildenden Betrieben und anderen Einrichtungen sowie die Profile Wirtschaft, Technik, Gesundheit und Soziales, Handwerk und Praxis, Umwelt und Labor, Technik sowie Sport.
Die Schulen erstellen ein fächerübergreifendes Konzept zur Durchführung berufsorientierender und berufsbildender Maßnahmen. Zu den Maßnahmen der beruflichen Orientierung und Bildung an Praxistagen zählen u. a. Schülerbetriebspraktika, Erkundungen, Unterricht in Kooperation mit berufsbildenden Schulen, berufspraktische Projekte, praxisorientierte Lernphasen innerhalb des Fachunterrichts und andere Lernangebote.
Ab dem 7. Schuljahrgang werden berufsorientierende, ab Klasse 9 entsprechend der Schwerpunktbildung berufsorientierende und berufsbildende Maßnahmen. Im 8. Schuljahrgang dienen die Maßnahmen auch der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Profilwahl für den 9. und 10. Schuljahrgang.
Ab dem 9. Schuljahrgang kann für Schülerinnen und Schüler mit dem berufspraktischen Schwerpunkt in Zusammenarbeit mit der berufsbildenden Schule insbesondere die inhaltliche Verzahnung der Fächer Deutsch, Mathematik und die des Fachbereichs Naturwissenschaften mit den berufsbezogenen Rahmenlehrplänen der berufsbildenden Schulen umgesetzt werden. Dabei müssen die Anforderungen sowohl des jeweiligen Curriculums der Oberschule als auch die Vorgaben des ersten Ausbildungsjahres einer Berufsausbildung erfüllt werden. Auf Antrag bei der Schulbehörde kann diese Zusammenarbeit auch für Schülerinnen und Schüler des profilbezogenen Unterrichts durchgeführt werden.
Ziele in der Oberschule:
1. Berufsorientierung auf der Grundlage von persönlichen Interessen und Neigungen
2. Praxisorientierter Einblick in die Berufsfelder der Berufsbildenden Schulen in Cloppenburg, um Sicherheit beim Übergang in das vielfältige Schulsystem der Berufsbildenden Schulen zu erlangen
3. Erkennen persönlicher Fähigkeiten, damit eine qualifizierte Entscheidung für den Berufsweg getroffen werden kann und Fehlentscheidungen minimiert werden
4. Kennenlernen der Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt, damit eine erhöhte Berufswahlreife erreicht wird
5. Steigerung der schulischen Lernmotivation durch neu gewonnene Einsichten in die berufliche Notwendigkeit erlernter schulischer Kenntnisse und Fertigkeiten
6. Erhöhung der sowohl handwerklichen als auch verbalen und schriftlichen Kompetenz durch Aufarbeitung der fachpraktischen Tätigkeiten
7. Motivation für technische und handwerkliche Berufe (bei den Mädchen) und soziale Berufe (bei den Jungen) wecken
8. Aufzeigen von Möglichkeiten zum Erlangen der Hochschulzugangsberechtigung für ein angestrebtes Studium
9. Aufbau und Erweiterung des Kenntnisstandes aller Kolleginnen und Kollegen über die Möglichkeiten zur Berufs- und Studienwahl
10. Schaffung und Etablierung von Strukturen der Kooperation zwischen Schule, Wirtschaft und Jugendhilfe zur Sicherung der Nachhaltigkeit
Desweiteren stellen Wir Ihnen die Gesamtdokumentaion im folgenden Download zur Verfügung.
