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06. Dezember 2021 - Cloppenburg, Marienschule Oberschule i.k.T.

Marienschule spendet 750 €

Marienschule überreicht symbolischen Spendenscheck an “Ambulanten Hospizdienst Cloppenburg“

Alljährlich verschicken viele Menschen in der Adventszeit Weihnachtsgrüße. So auch die Marienschule. In diesem Jahr hat sich die Schulgemeinschaft der Marienschule aber dazu entschlossen, anstelle der Weihnachtspost an ehemalige Kollegen/innen, Behörden, Schulen und Firmen das für Porto und Karte aufgebrachte Geld zu spenden. Schnell war der Entschluss gefasst, den Ambulanten Hospizdienst in Cloppenburg zu unterstützen, den 12 Jahre unser ehemaliger Schulleiter Norbert Moormann leitete und der in diesem Jahr von Gregor Möller-Reemts abgelöst wurde. Die Spendenidee wurde in den sozialen Medien kommuniziert und Simone Hegger-Flatken berichtete von einer sehr positiven Resonanz.

 

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Eigentlich sollte der stolze Betrag von 750 €, der durch zusätzliche Spenden von Kollegen erzielt wurde, in der vergangenen Woche anl. der Eröffnung der Wanderausstellung“ gemeinsam unterwegs“ in der St. Josef Kirche dem Verein überreicht werden. Doch leider musste die Ausstellung auf Grund der aktuellen hohen Inzidenzen zum jetzigen Zeitpunkt abgesagt werden.

So lud Oberschuldirektorin Simone Hegger-Flatken gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Ingo Gerdes kurzerhand zwei Vertreterinnen des Ambulanten Hospizdienstes am heutigen Montag, dem 6.12.2021, in die Marienschule ein.

Hildegard Meyer und Anne-Christine Baro freuten sich, stellvertretend für den Verein einen symbolischen Scheck entgegennehmen zu dürfen.

Der Ambulante Hospizdienst, die sich größtenteils über Mitgliedsbeiträge und Spenden und erst seit 2003 zu einem Teil durch die Krankenkassen finanziert, besteht bereits seit 1997 in Cloppenburg. Ziel ist es, schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen zu begleiten, egal ob im häuslichen oder stationären Bereich (Altenheim, Krankenhaus etc.). Dabei fußt die Institution auf drei Säulen. Zunächst ist da der Hospizdienst, der Menschen in ihrer letzten Lebensphase beisteht. Aber auch die Trauerbegleitung nimmt einen großen Teil ein und ist besonders wichtig. Leider gibt es dafür keine Fördergelder. Die dritte Säule ist die Kinder- und Jugendhospizarbeit in der Familie. Hier werden in erster Linie die Angehörigen, sprich Eltern und Geschwister, entlastet. Aktuell sind dieses fünf Familien im Landkreis.

Hildegard Meyer berichtet, dass gerade in den Anfängen der Corona-Zeit Kontakte äußerst schwierig zu halten waren und teilweise nur über Briefe, Mails oder Telefongespräche geleistet werden konnten. Immer wieder erwähnt H. Meyer auch die Wichtigkeit, ein gut funktionierendes Team zu haben. Mittlerweile sind in diesem Bereich über 60 Menschen im Landkreis Cloppenburg aktiv. Viele Erwachsene zeigen Interesse an der Aufgabe und melden sich zu Infoabenden an, bevor sie ehrenamtlich tätig werden und Kurse zum Hospiz- oder Trauerbegleiter, die in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk angeboten werden, belegen. Dabei können die Ehrenamtlichen auf ganz unterschiedliche Art und Weise mitarbeiten. Ob Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder Unterstützung im kreativen Bereich, jeder kann sich nach zur Verfügung stehender Zeit und Neigung einbringen. Vielen Menschen geht es darum, Mitmenschen in schwierigen Situationen Zeit zu spenden, einfach da zu sein. Der Hospizdienst leistet eine psycho-soziale Begleitung, in dem er entlastet, unterstützt und auch den Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite steht. Sehr erfreut zeigten sich H. Meyer und A.-C. Baro auch über das Interesse junger Erwachsener. Mittlerweile bietet der Hospizdienst auch unterschiedliche Projekte an, von denen eines z.B. „Hospiz macht Schule“ ist und so Schülerinnen und Schüler für das Thema sensibilisiert.

Simone Hegger-Flatken lobte dieses ehrenamtliche Engagement und verwies auf das an der Schule zu absolvierende Sozialpraktikum, durch das Jugendliche an Ehrenämter herangeführt werden.

Abschließend überreichten S. Hegger-Flatken und I. Gerdes an die beiden Frauen den Scheck.