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07. Mai 2019

Zertifizierung "Zukunft einkaufen"

Schule erhält Zertifikat „ZUKUNFT EINKAUFEN“

Seit heute ist die Oberschule Marienschule um ein Zertifikat reicher. Vor nicht allzu langer Zeit hatte sie sich um das erste von drei Level der Initiative "Zukunft einkaufen" beworben.

"Zukunft einkaufen" verfolgt als Ziele die Reduktion des Verbrauchs von Energie und Ressourcen in Kirchen und ihren Einrichtungen und die Umstellung der Beschaffung auf der Grundlage ökologischer und sozialer Kriterien in Richtung Nachhaltigkeit.

In ihren Begrüßungsworten erklärte Simone Hegger-Flatken, dass sich die Marienschule bereits seit längerem in unterschiedlichen Bereichen in Richtung Nachhaltigkeit engagiert und als christliche Schule ein Zeichen zur Bewahrung der Schöpfung/Umwelt setzen möchte. So haben die Schülerinnen und Schüler im März sich bei Projekttagen mit dem Schwerpunkt Umwelt befasst und im Mensabereich läuft die Zertifizierung „Schule auf Esskurs“, wo Nahrungsmittel regionaler Anbieter vorrangig verarbeitet werden.

Die Feierstunde startete mit einem Film über die Projekttage unserer Schule, der von Schülern gemeinsam mit Herrn Tegeder gedreht wurde. Nach dem Film schaute sich die Gruppe, bestehend aus Schulleitung, Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern sowie Herrn Uwe Kathmann von der St. Benedikt-Stiftung, Johannes Hörnemann und dem Referenten für Schöpfungsbewahrung des Bistums Münster, Herrn Kamp-Deister, zwei Projekte genauer an.

Anton Holllah aus dem 7.Jahrgang stellte die Arbeit des Projekts „The day after tomorrow“ vor. Im Rahmen der Projekttage hatten mehr als 20 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7-9 unserer Schule in Zusammenarbeit mit der Jugendkirche alte Schulstühle kreativ umgearbeitet. Dabei setzten sie sich mit der Schöpfungsgeschichte auseinander und stellten die Schönheit der Schöpfung sowie das, was der Mensch daraus gemacht hat, dar.

Das zweite Projekt war die vor dem Kreativhaus in Form des Buchstaben „M“ angelegte Trockenmauer in Nähe der Bienenstöcke. Frank Preisner erklärte dieses Projekt und verwies zusätzlich auf die auf dem gesamten Schulgelände aufgehängten im Werkunterricht gebastelten Insektenhotels.

Zukünftig wird die Marienschule auch bei Veranstaltungen die neuen Mehrwegbecher einsetzen, die Stefanie Menke vorstellte. Diese Anschaffung war durch das Sponsoring des Fördervereins möglich geworden. Nach der Besichtigung der Ausstellung Klimaheldinnen in der Mensa ging es dann zur Verleihung.

Herr Kamp-Deister stellte fest, dass wir die erste Generation sind, die anderes Wetter als unsere Vorfahren erlebt. Häufigere extreme Wettersituationen bereiten Unbehagen. Zudem sprechen laut der neuesten Pariser Studie 4000 Wissenschaftler von einem bedrohlichen Artensterben. Die Bevölkerungszahl auf dem afrikanischen Kontinent wird sich bis zum Jahre 2050 verdoppeln. Aus diesen Gründen muss ein Umdenken stattfinden. Das Motto lautet, nicht mehr sondern qualifiziertes Wachstum fördern unter Energieeinsparung, knappem Einsatz von Ressourcen und geändertem Lebensstil. Das Projekt „Zukunft einkaufen“ entspricht genau der Enzyklika „Laudato si“ des Papstes. Langfristig müssen ökonomische und ökologische Planungen zusammenwirken.

Herr Kamp-Deister zeigte sich beeindruckt von der Initiative an unserer Schule und forderte die Anwesenden, diesen Weg weiter zu gehen.

Daraufhin überreichte er Urkunde und Siegel. Simone Hegger-Flatken nahm voller Stolz diese Auszeichnung entgegen und versicherte, an den nächsten Leveln weiter zu arbeiten. Dabei lobte sie das Kollegium, welches diesen Umweltgedanken mitträgt und wünschte sich, dass die gesamte Schulgemeinschaft die Schritte der weiteren Zertifizierung gemeinsam gehen möge.