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17. Juni 2019

Schüler wohlbehalten aus Frankreich zurückgekommen

Jugendliche kommen mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck wieder

Am vergangenen Mittwoch starteten 36 Schülerinnen und Schüler der Oberschule Lastrup und der Marienschule Cloppenburg gemeinsam mit ihren Lehrkräften zu einer Frankreichfahrt. Mittlerweile fahren die beiden Schulen bereits das fünfte Mal gemeinsam ins Nachbarland und lernen dabei Land und Leute kennen, sowie die im Unterricht vermittelten Vokabeln anzuwenden.

In diesem Jahr führte die Fahrt zunächst über die Pont de Normandie, eine Schrägseilbrücke über die Seine mit 865 m Länge, in die nordfranzösische Hafenstadt Caen. Von dort aus ging es am Donnerstag nach Arromanches an die Küste des Ärmelkanals wo die Alliierten während des Zweiten Weltkriegs 1944 im Abschnitt Gold Beach an Land gingen. In einem 360°-Rundkino konnten die Schülerinnen und Schüler in einem 19-minütigen Film die Geschichte der Schlacht der Normandie anhand von Bildern aus Bildarchiven sehen. Danach führte die Busfahrt zum Soldatenfriedhof von La Cambe, einer deutschen Kriegsgräberstätte in der Gemeinde La Cambe wo mehr als 21.000 deutsche Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind, ruhen. Die Jugendlichen waren sichtlich betroffen von der Menge der Gräber und dem doch recht jungen Alter der Soldaten, die fast alle mit unter 20 Jahren ihr Leben verloren hatten. Überall in der Normandie wurde in diesen Tagen entlang der Straßen mit Fahnen und Blumengestecken an den 75.Jahrestag der Alliierten, den sogenannten D-Day, erinnert. Am Nachmittag ging es dann nach Courseulles-sur-Mer. Dort konnten die Jugendlichen am Strand Riesenmuscheln sammeln und mit dem Ball spielen. Am späten Nachmittag stand dann Shopping in Caen auf dem Programm. Für Interessierte gab es am Abend noch einen geführten Stadtspaziergang.

Am darauffolgenden Freitag führte die Reise zum Mont Saint Michel, einer felsigen Insel vor der Küste der Normandie, die bekannt ist für die Abtei Mont-Saint-Michel, in der heute noch Mönche leben. Der Berg hat sich zu einer großen Touristenattraktion entwickelt und wird jährlich von über 2 Millionen Menschen besucht, unter anderem auch von Pilgern auf dem Jakobsweg. Der Berg und seine Bucht gehören seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO. In einer gut zweistündigen Führung erzählte die Fremdenführerin Estelle alles Wissenswerte über die Insel.

Auf der Rückfahrt gab es dann ein Pique-nique mit französischem Baguette bevor die Gruppe am Abend in Paris ankam und gleich mit der Métro und Straßenmusik auf die hell erleuchtete Champs-Elysées mit dem Triumphbogen fuhr. Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück zu den Hauptsehenswürdigkeiten von Paris. Angefangen am Trocadéro mit Blick auf den Eifelturm, dem Eifelturm, dem berühmten Kaufhaus <<Galéries Lafayette>>, dem Hard Rock Café Paris führte der Weg nach Montmartre zu Sacré-Coeur und dem Place du Tertre mit all seinen Künstlern. Die Jugendlichen genossen bei herrlichem Sonnenschein die Aussicht auf Paris und probierten Crêpes und Sandwiches à la française. Gut gestärkt und doch schon ein wenig fußmüde ging es dann weiter zum Louvre mit seiner Glaspyramide. Einige Schüler nutzten die Gelegenheit, in den Louvre zu gehen und nach der Mona Lisa, die auf französisch <<La Joconde>> heißt, Ausschau zu halten. Der Weg führte dann zum französischen Kunst- und Kulturzentrum, dem Centre Georges Pompidou, welches aufgrund seiner außerhalb des Gebäudes angebrachten Versorgungsleitungen architektonisch auffällig ist und zum benachbarten Strawinski-Brunnen.

Vorbei am Hôtel de ville von Paris (Rathaus) schlenderte die Gruppe zur Kathedrale Notre-Dame, die bei einem Großbrand im April dieses Jahres stark beschädigt wurde. Erstmals fand an diesem Samstag für einige wenige Menschen nach dem schrecklichen Brand eine Messe statt. Aus diesem Grunde waren sehr viele Menschen vor Ort und sogar das französische Fernsehen.

Mit der Métro ging es dann zurück auf die Champs-Elysées. Der letzte Besichtigungspunkt war dann der Tour Montparnasse, ein 210 Meter hohes Bürohaus im Pariser Stadtteil Montparnasse. Mit 59 Stockwerken ist es nach dem Eifelturm das höchste Bauwerk der Stadt und bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die Seinemetropole. Gegen 22.00 Uhr konnten die Jugendlichen dann noch den erleuchteten Eifelturm bestaunen bevor es ein letztes Mal mit der Métro zum Hotel und Bus ging, der am Sonntagmorgen die Reisegruppe wohlbehalten, müde und mit vielen neuen Eindrücken in Lastrup und Cloppenburg absetzte. Die beiden Organisatorinnen der Fahrt Andrea Wolters (OBS Lastrup) und Ulrike Brittal-Joseph (Marienschule Cloppenburg) freuten sich über eine gelungene Fahrt mit gutem Wetter und einer sehr sympathischen Reisegruppe, die viel Spaß hatte.