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12. März 2019

Projekttage vom 11.-13.März

600 Marienschüler stärken ihr Umweltbewusstsein

Die Oberschule Marienschule Cloppenburg hat sich um die Zertifizierung „Umweltschule in Europa – Nachhaltigkeitsschule“ beworben. Aus diesem Grunde führen Lehrer und Schüler aus den Jahrgängen 5-10 sowie der Sprachlernklasse vom 11.-13.März Projekttage zum Thema „Umwelt“ durch. Dabei engagieren sich die Jugendlichen in 17 verschiedenen Projekten.

Neben der Vermittlung reiner Unterrichtsinhalte liegt eine wesentliche Aufgabe von Schule - und in besonderer Weise von kirchlichen Schulen- darin, ihre Schüler/innen dahin zu befähigen, verantwortlich mit der Umwelt, dem Leben anderer und nicht zuletzt dem eigenen Leben umzugehen. Jeder Einzelne ist gefragt, wenn es um den Schutz und Erhalt unserer Umwelt und des Lebens geht.

Drei Tage lang arbeiten die Jugendlichen nun von morgens 8.00 bis nachmittags 15.15 Uhr in Teams. So legt z.B. eine Gruppe eine Trockenmauer in den schuleigenen Grünanlagen an, die ein Biotop für zahlreiche Pflanzen und Tiere darstellt. Die“ „Rohstoffexperten“ befassen sich mit den wertvollen Rohstoffen, die zur Herstellung eines Handys gebraucht werden. Ebenso geht es um den Rohstoffhandel in der Welt, um die Frage, ob unser Planet noch zu retten ist sowie um den Themenbereich Wasser und die zunehmende Verschmutzung durch Plastik im Wasser, um das Thema aus alt mach neu, Energiesparen in der Schule und Abfall. Eine weitere Gruppe befasst sich mit der Mülltrennung und andere Jugendliche machen mit Altpapier ein Upcycling. Sie stellen aus Altpapierstreifen Becher, Körbe und Armbänder her.

Der Fachbereich Sport hingegen hat das Projekt Sport und Umwelt unter dem englischen Begriff „Plogging“ angeboten, wobei dieses Kofferwort, gebildet aus den Bestandteilen „plocka“ und Jogging, für eine Natursportart steht, bei der – zumeist organisiert und mit Handschuhen sowie Abfallbehältnissen ausgestattet – die Vermüllung der Landschaft bekämpft wird. Die Jugendlichen waren im Bereich des Garreler Weges im Einsatz und entsetzt, wie viel Müll und was die Menschen alles achtlos in die Natur werfen. 25 Säcke Müll waren am Ende der Aktion das traurige Ergebnis. Aber auch die „Plastikpiraten“, die entlang der Soeste Wasser und Uferbereich auf Plastikmüll untersuchten, waren geschockt, was so alles an der Böschung bzw. im Wasser zu finden war.

Eine weitere Gruppe wollte Bäume pflanzen, musste aber auf Grund der stürmischen Wetterlage dieses Projekt canceln. In der Schulküche hingegen ging es um Schulgetränke und gesunde Alternativen. Mädchen und Jungen der Jahrgänge 7-9 nahmen Cloppenburger Supermärkte, einen Bioladen und ein Reformhaus unter die Lupe und suchten nach Produkten mit Bio-Siegeln. Dabei ging es auch um die Herkunft und Nachhaltigkeit der angebotenen Ware.

Fünftklässler befassten sich mit dem Thema „Terra Preta“, einer alten Praxis wobei nach dem Vorbild der brasilianischen Schwarzerde pflanzenkohlehaltige Produkte zum Humusaufbau und einer deutlich höheren Bodenfruchtbarkeit beitragen sollen. Durch ihre poröse Struktur verfügt die Kohle über eine große Oberfläche. So können sich hier Mikroorganismen ansiedeln und Wasser bzw. Nährstoffe gespeichert werden.

Die Mädchen und Jungen der Gruppe „Wasser“ besuchen zudem als besonderes Highlight am Mittwoch noch die Seehundauffangstation in Norddeich.

Am Mittwoch, dem letzten Tag des Projekts werden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen auf Plakaten in der Mensa präsentiert.

Simone Hegger-Flatken zeigte sich in einer Zwischenbilanz äußerst zufrieden mit dem Verlauf der Projekttage und hoffte, dass diese einen bleibenden Einfluss auf das Umweltverhalten der Schüler/innen hinterlassen werden.