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10. Mai 2018

Marientag 2018

Marientag: Maria, deine Mutter!

Über 600 Jugendliche und Lehrkräfte der Marienschule pilgern für Maria nach Bethen

Traditionsgemäß pilgerten am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt ca. 600 Schüler und Schülerinnen der Oberschule Marienschule Cloppenburg vom Standort Wallgärten gemeinsam mit ihren Lehrkräften und Schulseelsorger Manfred Quatmann in einer ca. einstündigen Fußwallfahrt nach Bethen, um dort auf dem Vorplatz der Basilika die alljährliche Marienmesse zu feiern. An diesem Patronatstag gedenkt die Schulgemeinschaft in besonderem Maße der Mutter Gottes, der Schutzpatronin und Namensgeberin der Schule.


In diesem Jahr sollte der Pilgermarsch ein Spendenmarsch werden. Pilgern, das bedeutet das Unterwegssein auf dem Weg zu einem besonderen Ort des Glaubens, aufzubrechen aus der gewohnten Umgebung und neue Erfahrungen zu machen in der Anstrengung des Weges und im Gespräch mit anderen. Aus der Zuversicht, an bestimmten Orten Gott besonders nahe zu sein, hatten sich die Jugendlichen für einen guten Zweck auf den Weg gemacht. Der Spendenerlös soll zum einen der Arbeit des Hospizdienstes Cloppenburg zu Gute kommen und andererseits Kindern der Schulgemeinschaft, die nicht von staatlicher Förderung profitieren können.

Während sich auf dem Sportplatz hinter dem Schulgebäude an den Wallgärten die Jugendlichen der 21 Klassen mit ihren Lehrern zum Fußmarsch versammelten, bereiteten acht Mütter unter Regie von Elternratsvertreterin Sandra Behrens-Jacobsen und den Hauswirtschaftslehrerinnen Irmgard Lüske und Elisabeth Evers zusammen mit einigen Lehrkräften im Vereinsheim des SV Bethen 920 Brötchen vor, die sie mit Nutella schmierten bzw. mit Käse und Wurst belegten und als Buffet mit Getränken draußen aufbauten.

Erste Station war in diesem Jahr dann auch der Bether Sportplatz, wo sich die Jugendlichen vom anstrengenden Fußmarsch erholen und bei einem leckeren Frühstück im Freien stärken und austauschen konnten. Danach ging es weiter zur Wallfahrtskirche, wo erstmals ein gemeinsamer Gottesdienst zusammen mit Kaplan M. Bohne „open air“ gefeiert wurde. Vorbereitet wurde der Gottesdienst von den Religionslehrerinnen Andrea Middelbeck und Julia Ginter sowie der Klasse 10A.

Kaplan Michael Bohne begrüßte die Jugendlichen auf dem Vorplatz der Marien-Basilika aufs Herzlichste. Im Fokus des Gottesdienstes stand Maria als Mutter, ein Wort mit dem viele Emotionen verbunden sind. So hörten die Jugendlichen als der Lesung die Geschichte eines Jungen, der im Waisenhaus aufwuchs und dessen größter Wunsch es war, seine Mutter kennengelernt zu haben. Daher interessierte ihn besonders die Stelle im Religionsunterricht, in der es um Maria ging, die Mutter aller Menschen und so dachte er häufig in schwierigen Situationen an sie und schöpfte daraus Kraft und Hoffnung.

Kaplan Bohne begann seine Predigt mit der Frage: Kennt ihr das, „kein Bock“ zu haben oder anders gesagt, keine Lust auf etwas zu haben? Solche Tage – so fügte der Geistliche hinzu – gibt es. Man hat keine Lust etwas zu tun und schon sinkt auch die Stimmung. Hier in Bethen, neben der kleinen Kapelle mit der Mutter Gottes kommen viele Menschen zusammen, um zu beten und Kraft, Unterstützung und Stärkung zu erfahren. Und das tut gut, denn es gibt neue Energie für das Leben.

Als Maria vom Engel von der bevorstehenden Geburt Jesu erfuhr, hätte sie auch nein sagen können und damit wäre die Geschichte zu Ende gewesen. Aber Maria war eine Frau, die sich nicht demotivieren lassen hat. Sie sagte ja und lies sich darauf ein. Auch wir, so fuhr der Kaplan fort, sollten im Leben manchmal etwas positiver sein und nicht gleich alles als hoffnungslos abtun. Maria ruft uns dazu auf und sagt „Komm, pack mit an.“ Das gilt für viele Situationen in unserem Leben. Auch ich, so der Geistliche, lasse mich nicht entmutigen, sondern sage wie Maria ja zu Gott und zum Leben und versuche mich einzubringen. Dasselbe wünschte er den Jugendlichen und beendete mit diesen Worten seine Predigt.

Begleitet wurde der Gottesdienst von W. Biereck und dem schuleigenen Chor sowie N. Bäumer am Keyboard.

Im Anschluss an diese Schulmesse wanderten bei strahlendem Sonnenschein die Jugendlichen zurück zur Schule von wo aus sie dann ins verlängerte Wochenende entlassen werden konnten.