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22. Juni 2019

Abschluss Klasse 10: Das Leben ist wie eine Pusteblume

Feierliche Verabschiedung an der Oberschule Marienschule Cloppenburg

Am vergangenen Freitag verabschiedete die Oberschule Marienschule Cloppenburg 103 Jugendliche letztmalig aus dem Haupt- und Realschulbereich. Im kommenden Jahr wird der erste Jahrgang aus dem „Projekt Schule“ dann seinen Abschluss feiern können.

Vorausgegangen war der Feier der traditionelle Abschlussstreich am Tag zuvor. Bei trockenem Wetter hatten die Jugendlichen ein gut 90-minütiges Programm mit Musik und Nebelmaschine sowie lustigen Spielen ihrem Publikum geboten, wobei natürlich Lehrer gegen Schüler antreten mussten, Verkleidung eine Rolle spielte und Medaillen verteilt wurden.

Am darauffolgenden Freitag verabschiedete die Oberschule Marienschule in einem feierlichen Rahmen ihre 103 Schülerinnen und Schüler, von denen ein Hauptschulabschluss nach Klasse 9, sieben Hauptschulabschlüsse nach Klasse 10, 42 Realschulabschlüsse und 53 Erweiterte Sekundarabschlüsse I verteilt wurden. Letztere berechtigen zum Besuch einer weiterführenden Schule des Sekundarbereiches II. 13 Schüler werden eine handwerkliche Ausbildung beginnen.

Eingeleitet wurde die Abschlussfeier mit einem Gottesdienst in der St.-Josef-Kirche, den die Klassenlehrer des Jahrgangs 10 zum Thema „Das Leben ist wie eine Pusteblume: Wenn die Zeit gekommen ist, muss jeder alleine fliegen“ gestaltet hatten.

Zelebriert wurde der Gottesdienst von Kaplan Bohne, der in seiner Predigt auf das Motto einging und darauf hinwies, dass jeder im Leben etwas wagen und damit Entscheidungen treffen muss. Dieses beinhaltet auch immer ein Wagnis und der Geistliche deutete dabei auf die fliegenden Samen der Pusteblume hin, welche der Wind auch ins Ungewisse trägt. Er forderte die Jugendlichen auf, ihren Traum in den Blick zu nehmen und los zu fliegen.

Gegen Ende der Messe überreichten die Klassenlehrer ihren Schützlingen dann ein Abschiedsandenken und alle Kollegen und Ehemaligen sangen danach traditionell das irische Segenslied „Möge die Straße…“.

Bevor dann der anschließende Festakt in die Mensa starten konnte, hatten die Gäste Gelegenheit, sich bei Schnittchen und Getränken zu stärken.

Dennis Tegeder begrüßte nach dem Gongschlag auf recht humorvolle Art und Weise die Gäste, bevor ein Percussionensemble mit Schülern der Jahrgänge 5 und 6 unter Leitung von A. Zurlage die Gäste musikalisch einstimmte.

Die stellvertretende Schulleiterin Simone Hegger-Flatken begrüßte als Ehrengäste Herrn Gaschemann vom Stiftungsrat, Oberschuldirektorin C. Döpke; Kaplan Bohne sowie alle Anwesenden und freute sich über die so zahlreich erschienenen Eltern, die sich größtenteils zu diesem Anlass frei genommen hatten. Auch viele ehemalige Kollegen waren der Einladung gefolgt, und drückten damit eine enge Verbundenheit und Wertschätzung gegenüber den Jugendlichen und der Schule aus.

Die Pusteblume, so die Pädagogin, ist ein Symbol des Loslassens, der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Der heutige Tag ist somit ein Tag des Neubeginns. S. Hegger-Flatken hoffte, dass die Jugendlichen nach der gemeinsamen Zeit an der Marienschule viel Gutes gespeichert haben und sich nun in Anlehnung an das Motto zu gesunden kräftigen Pflanzen entwickeln, die ein Leben in privatem Glück, persönlicher Zufriedenheit und beruflichem Erfolg vor sich haben.

Für die Zukunft gab die stellvertretende Schulleiterin den Jugendlichen ein Zitat von Albert Einstein mit auf den neuen Weg, der behauptete „Ich habe keine besondere Begabung, sondern ich bin nur leidenschaftlich neugierig“ und mit den Worten „ Man kann keine neuen Ozeane entdecken, hat man nicht den Mut, die Küste aus den Augen zu verlieren“ forderte sie die Zehntklässler auf, mit stolz auf ihr Erreichtes neugierig einen neuen Lebensabschnitt einzuschlagen.

Musikalische Einlagen am Klavier von Sophia Thomes, Gesangstücke von Julia Suppes und Polina Bizhko sorgten zwischen den einzelnen Ansprachen für willkommene Abwechslung und viel Applaus.

Auch die „Mathezauberei“ von Paul Lint kam bei den Gästen gut an. Er behauptete, die Kreativität von Menschen mit deren Geisteszahl berechnen zu können und wählte für dieses Experiment die Schulleiterin C. Döpke und eine Mutter aus.

Mayu Zoé Narita und Bernd Siemer gratulierten in ihrer Eigenschaft als Schulsprecher den Zehntklässlern und stellten fest, dass nun jede/r Schüler/in genau wie die Samen der Pusteblume mit einer fundierten Grundausbildung seinen eigenen Weg gehen kann. Dennoch wünschten sie sich, dass die Jugendlichen Kontakt zueinander halten, aber auch im neuen Umfeld tolle Freundschaften schließen können.

Für den Jahrgang 10 bedankten sich Stephanie Timmen und Luca Bünger bei Lehrern und Eltern für die vergangenen Jahre und blickten ein wenig wehmütig auf die gemeinsame Zeit von der Einschulung in Klasse 5, über Kennenlerntage bis hin zum Highlight, der Florenz- und Romfahrt, zurück. Danach bedankten sie sich stellvertretend für die Klassen bei Elternvertretern, den Klassenlehrern Herrn Drees, Frau Feldhaus, Frau Thoben, Frau Ginter und Frau Lübbehüsen sowie bei einzelnen Kollegen mit einem Blumenstrauß für deren Unterstützung.

Elternratsvorsitzende Sandra Behrens-Jacobsen beglückwünschte die Jugendlichen zum erfolgreichen Abschluss und dankte Eltern und Lehrern für die Begleitung durch die Schulzeit der vergangenen Jahre an der Marienschule. Dabei wandte sie sich den Jugendlichen zu und wünschte, bezogen auf das Motto, den jungen Erwachsenen, dass sie mit Hoffnung und Zuversicht an ihr neues Leben herangehen und nie den Mut verlieren mögen.

Nach der Vergabe der Abschlusszeugnisse wurden dann die Klassenbesten geehrt. Dieses waren Mika Kleiböhmer 10aH, Luca Bünger 10aR, Neele Miener 10bR und Wiebke Ellmann aus der Klasse 10cR. Jahrgangsbeste wurden damit Mika Kleiböhmer aus dem Bereich der Hauptschule mit einem Notendurchschnitt von 1,9 und aus dem Realschulbereich Wiebke Ellmann mit einem Notendurchschnitt von 1,43.

Den MT-Ehrenpreis für soziales Engagement erhielten in diesem Jahr Malte Diekmann und Christoph Meyer aus der 10C. Beide Schüler haben sich in den vergangenen Jahren in und um Schule verdient gemacht und sind zudem im Musikverein und der Landjugend aktiv.

Der Bischofspreis ging in diesem Jahr an Jasmin Timmermann aus der Klasse 10A. Ihr wurde eine Chagall-Bibel überreicht. Auch Jasmin ist für ihre vorbildliche, hilfsbereite und offenherzige Art bei allen bekannt.

Der Abschluss-Song „Heal the world“ holte ein letztes Mal alle Jugendlichen auf die Bühne, um gemeinsam zu singen und beendete die offizielle Feier.

Der abendliche Ball fand in der Münsterlandhalle statt und so wurde ein besonderer Tag zu einem unvergesslichen Tag.